Banner der Turniergesellschaft

zur Rittergruppe

Wappen der Herren von Bickenbach

                      

 

Das Haus Bickenbach war Mitglied in vier Turniergesellschaften: Nieder Esel, Oberer Esel, Fürspang und Steinbock

Turniergesellschaft mit dem Esel

Die Ritter mit dem Esel hatten sich bereits 1360 zu einer Turniergesellschaft zusammengeschlossen. In ihren Bundesbrief aus dem Jahr 1425, der sich zusammen Rechnungs- und Protokollbuch im Archiv der Gräflichen Frankenstein`schen Hausverwaltung im Schloß Ullstadt über Neustadt/ Eich befindet, erfahren wir über die Statuten der Eselritter, die im Anhang ungekürzt beigefügt sind. Die Rittergesellschaft mit dem Esel pflegte insbesondere die moralische und kulturelle Hebung der Ritterschaft und eigentlich ohne politische Zielsetzung. Dem Inhalt nach lehnt sich dieses Statut den Regeln geistlicher Ritterorden an.

Die  „ Gesellen“ der Gesellschaft trugen einen stilisierten Esel  an einer  goldenen Kette um den Hals, wie er auch ihre Schilder zierte. (Wappen: In Blau ein von Gold und Silber geteilter Esel) Was dem einen „Ross“, dem anderen der „Löwe“, waren den Eselrittern als Symbolfigur das Grautier wert. Die Deutung lässt alt- wie neutestamentarischen Ursprung zu. Sitz des Kapitels der Eselsritter – der Frankensteiner Hof in Sachsenhausen – ist die Stadt Frankfurt am Main.  

Ob ein Zusammenhang des Ordennamens "Eselsritter" mit der Gemarkung auf dem das Alsbacher Schloß steht (Eselsgrund) ist nicht belegbar wird jedoch vermutet.

Neben den Frankfurter Reichserbschultheißen und anderen berühmten Männern ihrer Zeit finden sich nachstehende Familiennamen in der Liste: Berlichingen, Bickenbach, Brendet von Homburg, Cleen, Flörsheim, Hanau, Isenburg, die Grafen von Nassau – Saarbrücken, Schenk zu  Schweinsberg, Collenburg, die Grafen von Sonheim und andere. Die 17 anhängenden Siegel des Bundesbriefes haben wohl die Zeit überdauert, doch sind Einzelheiten dort kaum noch ablesbar. In den Besitz des Pergamentbriefes kamen die Frankensteiner durch Heirat des Junkers Hans von Frankenstein mit der Cleenschen Erbtochter Irmela im Jahre 1508.

Bundesbriefes der Gesellen mit dem Esel

1425

Rüxners Turnierbuch
(Simmern 1530/32)

Georg Rüxner (Rixner), Herold des Pfalzgrafen Johann II von Pfalz-Simmern, beschreibt in seinem Turnierbuch 36 Turniere zwischen 938 und 1487. Helm- und Pferdebeschau, verlauf der Kämpfe, Preisverleihung und abschließendes Fest mit Tanzveranstaltung bilden Ingredienzen.

Wappen Karls V.

 

Blatt vier recto

 

Banner der Gesellschaft mit dem Esel

Niederer Esel vom Main

 

Banner der Gesellschaft mit dem Esel

Oberer Esel im Kraichgau

 

Niederer Esel

 

Fürspang

 

Banner der Gesellschaft 

Fürspang zu Franken

 

Banner der Gesellschaft 

Steinbock vom Rheinstrom

 

Pfalzgraf Johann II von Pfalz-Simmern

 

Steinbock

 

Turnier zu Heydelberg
Ganzseit. goldgehöhter Holzschnitt

 

 

 

Rüxners Turnierbuch gilt als das berühmteste der in der 
ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts entstandenen
Turnierbücher. Es erschien zuerst 1530 in Simmern bei Hieronymus Rodler und war dem Pfalzgrafen Johann II.
 von Pfalz-Simmern gewidmet, dem, nach neuerer 
Forschung, auch die Holzschnitte zugeschrieben werden.
 Darin werden 36 Turniere zwischen 938 und 1487
 behandelt. Der hier gezeigte Holzschnitt, in prachtvollem Altkolorit (Fürstenkolorit), zeigt eine Rittergesellschaft
 bei einem Festmahl, anläßlich eines 1481 in Heidelberg abgehaltenen Turniers.


Hlg-Geist-Kirche, Heidelberg
Kath.Kirche

 

Dieter Krieger

Ehrenvorsitzender des HKF Schloss Alsbach e.V.

              

www.heraldik-studio.de

www.schloss-alsbach.org